Was kann jeder für Fledermäuse tun?


Fledermäuse sind faszinierende und nützliche Tiere. Als nächtliche Insektenjäger tragen sie dazu bei, Mücken, Nachtfalter und andere Insekten in Schach zu halten. Doch viele Fledermausarten sind auf unsere Unterstützung angewiesen. Mit einfachen Maßnahmen kann jeder einen Beitrag zum Schutz dieser besonderen Säugetiere leisten.

 

Naturnahe Gärten schaffen

Ein fledermausfreundlicher Garten bietet reichlich Nahrung. Heimische Blumen, Sträucher und Bäume fördern die Artenvielfalt und locken zahlreiche Insekten an. Besonders wertvoll sind Pflanzen, die auch nachts von Insekten besucht werden. Auf den Einsatz von Insektiziden und anderen Pestiziden sollte möglichst verzichtet werden, da sie sowohl die Nahrungsgrundlage als auch die Fledermäuse selbst gefährden können.

 

Quartiere erhalten und schaffen

Viele Fledermäuse nutzen Spalten an Gebäuden, Dachböden, Scheunen oder Baumhöhlen als Tagesquartier. Werden Gebäude saniert oder Bäume gefällt, können wichtige Lebensräume verloren gehen. Vor Baumaßnahmen sollte daher geprüft werden, ob Fledermäuse betroffen sind. Spezielle Fledermauskästen an Gebäuden oder Bäumen können zusätzliche Quartiere schaffen.

 

Lichtverschmutzung reduzieren

Künstliche Beleuchtung verändert die natürlichen Lebensbedingungen vieler Tierarten. Zahlreiche Fledermausarten meiden stark beleuchtete Bereiche. Deshalb sollte Außenbeleuchtung nur dort eingesetzt werden, wo sie wirklich notwendig ist. Warmweiße, nach unten gerichtete Leuchten und Bewegungsmelder helfen, die Belastung für Tiere zu verringern.

 

Alte Bäume schützen

Baumhöhlen, Rindenspalten und abgestorbene Äste bieten vielen Fledermausarten wertvolle Verstecke. Alte und höhlenreiche Bäume sollten deshalb möglichst erhalten werden.

 

Wasserstellen fördern

 

Teiche, naturnahe Bachläufe oder andere Gewässer ziehen Insekten an und dienen Fledermäusen als wichtige Trink- und Jagdgebiete. Bereits ein kleiner Gartenteich kann einen wertvollen Beitrag leisten.

 

Rücksicht bei Fledermausfunden

Wer eine Fledermaus findet, sollte das Tier möglichst nicht anfassen. Ist Hilfe erforderlich, beispielsweise bei verletzten oder geschwächten Tieren, empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einer Fledermausbetreuerin oder einem Fledermausbetreuer beziehungsweise einer regionalen Fledermausschutzgruppe.

 

Wissen weitergeben

Fledermäuse sind oft von Vorurteilen betroffen. Wer über ihre Lebensweise informiert und Verständnis für ihren Schutz weckt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Tiere.

 

Gemeinsam für den Fledermausschutz

Jeder Garten, jedes erhaltene Quartier und jede vermiedene Störung hilft. Mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen kann jeder dazu beitragen, dass Fledermäuse auch in Zukunft einen festen Platz in unserer Natur haben. Ihre Unterstützung zählt! 🦇

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